Freiheit: Wohl kein Wort in unserer Sprache wurde mehr benutzt, missbraucht, abgenutzt, oder pervertiert wie das Wort FREIHEIT.

Freiheit ist die Ur-Sehnsucht jedes Menschen, das Ziel jeglichen Strebens und der Wunsch von Millionen Geknechteten.

Und doch erleben wir in unserer Entwicklung – und gerade in den letzten Jahren – in Deutschland und Österreich einen progressiven Verlust aller Freiheiten, für die wir seit über tausend Jahren mit unzähligen Opfern, Blut und einem Ozean voll Tränen erkämpft haben.

Alleine im 30-jährigen Krieg (1618-1648) haben 80 % der Europäer für die Freiheit der Wahl ihrer Religion ihr Leben lassen müssen.

Wir sind im besten Begriff, alles zu verlieren:

  1. unsere Meinungs-, Religions- und Gewissensfreiheit1)
  2. unsere Freiheit, im Leben und mit unserem Körper das zu tun, was wir als richtig erachten und
  3. unsere finanzielle Freiheit

„Europa bewegt sich mit rasender Geschwindigkeit wieder zurück ins Mittelalter“

Die Freiheit war immer das höchste Gut des Menschen, für viele sogar wichtiger als die Freunde, die Familie, sogar wichtiger als die eigene Gesundheit und das eigene Leben. Bei diesem Stellenwert der Freiheit sollten wir diesen „multi-facettierten“ Begriff zumindest zu definieren versuchen:

Freiheit: die tatsächliche Möglichkeit, nach den eigenen Vorstellungen, Wünschen, Zielen und Träumen sein Leben, seine persönlichen Angelegenheiten und seine geistige Entwicklung zu gestalten.

Freiheit ist absolut. Freiheit ist die Freiheit VON allen Dingen, die nichts mit dem eigenen Lebensplan zu tun haben.

Im ersten Schritt ist die Freiheit die Loslösung von Dingen, die diese Freiheit beschränken.

Diese Freiheit ist in Europa spätestens seit der E.U., aber definitiv mit den Ereignissen in Deutschland und Österreich seit 2015, in einem für viele nicht mehr erträglichen Maß, eingeschränkt worden.

Freiheit ist jedoch nicht nur die Freiheit VON etwas, sondern auch die Freiheit ZU etwas, wie zum Beispiel:

  1. einer gewünschten Tätigkeit nachzugehen und zu erschaffen, was persönliche Erfüllung gibt.
  2. die Freiheit, FREUDE zu haben, diese zeigen zu dürfen und nach dem persönlichen Lebensglück zu streben.
  3. die Freiheit ANDERS zu sein, „verrückt“ im besten Sinne des Wortes, also außerhalb der Norm.
  4. die Freiheit, sich in jeder Hinsicht zu verwirklichen.
  5. die Freiheit an der eigenen, ewigen Entwicklung zu arbeiten. Evolution ist der Weg von unbewusster Vollkommenheit über bewusste Unvollkommenheit zur bewussten Vollkommenheit.

Wer VON allen Dingen frei ist, muss nicht glücklich sein. Sie erinnern sich an das Lied von Bobbie McGee: „Freiheit ist nur ein anderes Wort für nichts mehr übrig zu verlieren“. (freedom is just another word for nothing left to lose).

Also zur Freiheit VON gehört auch die Freiheit ZU.

Und damit kommen wir zum Dritten Aspekt von Freiheit: Wo endet meine Freiheit und wo beginnt die Freiheit des anderen? Wie kann man frei leben ohne die Freiheit des anderen zu beschneiden?

Mit wachsender Freiheit geht eine wachsende Verantwortung untrennbar einher.

  • Die Verantwortung, den anderen nicht zu verletzen (körperlich, geistig, seelisch, sozial).
  • Der gegenseitige, unbedingte Respekt dem anderen gegenüber.
  • Die Akzeptanz, dass die Meinung, die Ansichten und der Glaube des anderen seine Freiheit bedeuten. Die Meinung, der Glaube und die Ansichten des anderen dürfen der eigenen widersprechen.
  • Toleranz ist KEINE Einbahnstraße. Toleranz ist ein einforderbares Recht gegenüber jedem anderen. TOLERANZ allen toleranten Menschen gegenüber bedingt auch INTOLERANZ den intoleranten Menschen gegenüber.
  • Niemals akzeptieren, dass sich Menschen „besser“ vorkommen als andere. Immer, wenn in der Geschichte ein Teil der Menschheit sich als „Herrenrasse“ definierte und die anderen Menschen als minderwertig gab es Krieg, Mord, Totschlag und unsägliches Leid.
  • Daher ist es unsere Pflicht, alles in unserer Macht Stehende zu unternehmen, um die Entstehung neuer „Herrenrassen“ und intoleranter Gruppierungen, Philosophien und Weltanschauungen zu entlarven und gemeinsam zu überwinden.
  • Freiheit bringt Verantwortung.
  • Freiheit ist nicht frei im Sinne von „gratis“ oder selbstverständlich. Sie bedarf ständiger Wachsamkeit und auch den Willen, sich für die Freiheit einzusetzen. Sonst ist die Freiheit verloren.

Freiheit ist wichtiger als alles andere auf der Welt. Es lohnt sich, die Freiheit zu suchen und die persönliche Freiheit zu leben.

1) Gewissensfreiheit ist die Freiheit, Entscheidungen und Handlungen aufgrund des Gewissens, frei von äußerem Zwang, durchführen zu können. Eine gewissensfreie Handlung oder Entscheidung orientiert sich an gut und böse und an sittlichen, für den Einzelnen als verbindlich geltenden Kriterien.